KI bei der richterlichen Entscheidungsfindung

Göttinger Kolloquien zur Digitalisierung des Zivilverfahrensrechts

Veranstaltung
Beschreibung der Veranstaltung:

Die Ziviljustiz steht in Betracht der steigenden Zahl von Massenverfahren und zunehmendem Fachkräftemangel in den nächsten Jahren vor enormen Herausforderungen. Ein Baustein, um die Gerichte auf diese Herausforderungen vorzubereiten und zukunftsfest zu machen, soll der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Entscheidungsfindung sein. Im gleichnamigen Kolloquium am 17. Februar 2023 wollen wir anknüpfend an unser Kolloquium zum Thema Robo Judge im Wintersemester 2020/21 die rechtlichen und tatsächlichen Anforderungen an den Einsatz von Algorithmen in der Justiz untersuchen. Wir freuen uns, mit unseren Referentinnen und Referenten, Frau Richterin am Landgericht Gesine Irskens, Herrn Richter am Oberlandesgericht Jan Spoenle und Frau Dr. Lydia Wolff große Expertise aus praktischer und wissenschaftlicher Sicht für das Kolloquium gewonnen zu haben. 

 

Frau Dr. Wolff war von 2019 bis 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Recht und Digitalisierung in Trier und wurde im März 2022 mit einer Arbeit zum Thema „Algorithmen als Richter“ promoviert. In ihrer Dissertationsschrift setzt sich Wolff mit den verfassungsrechtlichen Grenzen entscheidungstreffender Rechtsgeneratoren auseinander. Einen besonderen Schwerpunkt hat sie in ihrer Arbeit auf die Frage gelegt, wie die Verwendung von Rechtsgeneratoren im Hinblick auf einen Eigenwert menschlicher Entscheidungen unter besonderer Berücksichtigung der Art. 92 ff. GG verfassungsrechtlich zu bewerten ist.

 

Herr Spoenle war bereits als IT-Referent im Justizministerium Baden-Württemberg tätig und ist derzeit als Präsidialrichter für Organisationsfragen u.a. für den IT-Einsatz am Oberlandesgericht Stuttgart zuständig. Zudem bearbeitet er als Mitglied des 24. Zivilsenats – einem Spezialsenat für Dieselsachen – selbst Massenverfahren. Als Projektleiter des Oberlandesgerichts für den KI-Assistenten OLGA hat er beide Arbeitsbereiche miteinander verbunden und gemeinsam mit einem IT-Dienstleister und Vertretern der Richterschaft ein Werkzeug erarbeitet, das die Praxis bei der Bearbeitung von Massenverfahren unterstützt und dabei hilft, aufwändige und eintönige Aufgaben zu übernehmen, die nicht zum richterlichen Kerngeschäft gehören, aber sehr viel Arbeitszeit binden.

Dozenten der Veranstaltung:
Gesine
                Irskens

Gesine Irskens

Ri'inLG Hannover

Jan
                Spoenle

Jan Spoenle

RiOLG Stuttgart

Dr. Lydia
                Wolff

Dr. Lydia Wolff

Rechtsreferendarin im OLG Bezirk Hamm

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

Eine Anfahrtsbeschreibung zum Großen Sitzungszimmer, Raum 0.116, Juridicium, Pl. d. Göttinger Sieben 6, 37073 Göttingen, finden sie unter folgendem Link: https://lageplan.uni-goettingen.de/?ident=5360_1_EG_0.116 

 

Wir bitten Sie bei der Teilnahme in Präsenz die jeweils gültigen Regelungen hinsichtlich der Corona-Schutzmaßnahmen zu beachten. Es gilt das Hygienekonzept der Georg-August-Universität Göttingen. Die allgemeinen Hygieneregeln (Hygienekonzept) sowie die jeweils gültigen Corona-Regelungen der Universität finden Sie unter folgendem Link: https://www.uni-goettingen.de/de/631891.html

Daten der Veranstaltung:

Kategorie
Semester
Wintersemester 2022 / 2023
Veranstalter
Veranstaltet werden die Kolloquien von Professor Dr. Philipp Reuß, Institut für Privat- und Prozeßrecht der Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit RiAG Benedikt Windau (zpoblog.de).
Zeit
  • 17. Feb. 2023   17:00 - 19:30 Uhr
Ort
Hybrid (Zoom/Gr. Sitzungszimmer, 0.116, Juridicum)

Anmeldung

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